SPD-Fraktion fordert zusätzliche Medizinstudienplätze in Niedersachsen
2010.10.8
Durch die Schulzeitverkürzung Niedersachsens wird es im nächsten Jahr einen doppelten Abiturjahrgang geben, machen bundesweit insgesamt 25.000 Schüler nach der 12. bzw. 13. Klasse ihr Abitur. Durch die doppelten Abiturjahrgänge halbieren sich die Chancen auf den Erhalt eines bestimmten Studienplatzes, das gilt vor allen Dingen für die Humanmedizin. Daher fordert die SPD-Fraktion die Bereitstellung zusätzlicher Studienplätze für mehr Chancengleichheit.
Dies entspräche auch den Hochschulpakt 2020, in dem Bund und Länder vereinbart hätten, 275.000 zusätzliche Studienplätze zu schaffen, davon 33.848 an Niedersachsens Hochschulen, um für den Ansturm der Studierwilligen gerüstet zu sein. Dies solle nun auch für die Medizinstudienplätze zum Wintersemester 2011 geschehen, fordert die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, Gabriele Andretta, um das Sonderprogram vorweg zu nehmen, was von 2011 bis 2016 zehn Prozent zusätzliche Studienplätze in der Humanmedizin schaffen möchte. Dies wäre auch ein weiterer Schritt zur Bekämpfung des drohenden bundesweiten Ärztemangels, schon jetzt bildet Niedersachsen im Ländervergleich zu wenig Ärzte aus und profitiert somit von der Ausbildung der anderen Bundesländer, kritisiert die SPD.



